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Time in Design: Lexus verpasst seinem Flagschiff einen Design-Upgrade

In neuem Design strahl das Flagschiff aus den Hause Lexus, der Lexus LS. Als Leitthema für die Überarbeitung des Außen- und Innendesigns wählten die Entwickler „Time in Design“ – inspiriert von dem klassischen japanischen Konzept, dass sich Schönheit durch den Einfluss von Zeit und Umgebung von einem Augenblick auf den anderen verändern kann.

„Um die Design-Atmosphäre zum Ausdruck zu bringen, wollten wir gewisse Momente einfangen. Die Wahl der Designer fiel auf Mondlicht, das sich in Wellen spiegelt – ein Motiv, das beim neuen LS Innen- und Außendesign verbindet.“

LS Chefentwickler Toshio Asahi.

Lexus arbeitet seit 2003 kontinuierlich an der Erforschung neuer Außenfarben und entwickelt innovative Lackiertechnologien, mit denen ein noch brillanteres Erscheinungsbild erreicht wird. Der neue Farbton Lunar Silber ist das jüngste Beispiel für die Fortschritte, die Lexus auf diesem Gebiet erzielt. Die Lackierung setzt die Konturen der Karosserie und deren kontrastreiches Spiel von Licht und Schatten eindrucksvoll in Szene und verleiht den Feinheiten des Designs noch mehr Wirkung und Faszination. Je nach Tageszeit und Blickwinkel verändert sich die Farbqualität – ein Effekt, der zusätzlich verstärkt wird, wenn der LS in Bewegung ist und sich die vorbeiziehende Umgebung in den Oberflächen spiegelt.

Erreicht wird diese Wirkung durch Fortschritte in der Ultraschall-Technologie. Während Standardlackierungen normalerweise 13 bis 14 Mikrometer dick sind, hatte Lexus die Dicke bereits auf rund vier Mikrometer reduziert. Bei Lunar Silber konnte die Technik nun weiter verfeinert und die Lackschicht auf einen Mikrometer verdichtet werden. Das sorgt dafür, dass die enthaltenen Aluminiumflocken, die sich normalerweise zufällig in der Schicht verteilen, enger gebündelt und einheitlich ausgerichtet sind, was dem Farbton eine makellose Oberfläche und einen maximalen Glanz verleiht.  

Neben diesem ultradünnen Film kommt es auch auf ein präzises Auftragen und auf die Eigenschaften der Grundierung an, deren Qualität und Ebenheit ebenfalls weiter optimiert wurde. Lacktechniker und das Produktionsteam haben in enger Zusammenarbeit kontinuierliche Detailverbesserungen umgesetzt, bis der gewünschte reine und spiegelartige Silberton erreicht wurde.

Das Thema „Time in Design“ kommt auch durch zwei traditionelle Techniken als neue Innenraum-Applikation für die Türverkleidung zum Einsatz. Passend zur neuen Außenfarbe Lunar Silber wird bei der Interieur-Option „Japanische Kunst“ die traditionelle japanische Kunst und Ästhetik auf moderne Weise neu interpretiert.

Mit der japanischen Webetechnik Nishijin wird die gleiche traditionelle Technik verwendet, die einst für die Herstellung von Webstoffen für japanische Adelige genutzt wurde: Feine Metallfäden werden auf Washi-Papier befestigt und in dünne Streifen geschnitten, aus denen Garn gemacht wird. Für den LS werden die Fäden zu einem dreidimensional wirkenden Muster gewebt, das dem schimmernden Effekt von Wellen im Mondlicht nachempfunden ist.

Die Applikation an den Türgriffen entstanden mit Hilfe der mehr als 400 Jahre alten Handwerkstechnik Haku – Japanisch für „Blatt aus Metall“. Dabei wird Metall zu einer Folie gewalzt, die nur noch ein bis zwei Mikrometer dick ist. Diese extrem dünne Folie wird von den Takumi-Meistern per Hand aufgetragen und erzeugt einen feinen, an Mondlicht erinnernden Glanz.

Neu ist auch eine Echtholz-Verkleidung aus offenporiger, schwarz lasierter Esche, die wahlweise als reine Holzapplikation oder als Holz Laser Cut erhältlich ist. In der Laser Cut Variante erzeugt das dunkle Holz einen scharfen Kontrast zu der darunterliegenden silbernen Metallschicht, die in einem hochpräzisen Laserschnittverfahren freigelegt wird.

Wolfgang Jannach

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