MOTORWELT

Die Kunden sind schuld, dass der Bugatti Divo ist wie er ist.

Nach zwei Jahren Entwicklungszeit hat Bugatti den Divo nach Kundenwünschen entworfen. Gebaut werden 40 Stück. Schnäppchenpreis: 5 Millionen Euro.

Außergewöhnlich verarbeitet, auffällig im Charakter, streng limitiert und mit völlig anderer Fahrleistung – dies ist ein völlig einzigartiges Projekt: Der Bugatti Divo ist wirklich einer der atemberaubendsten und exklusivsten Hyper-Sportwagen der Neuzeit. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase werden nun die ersten Modelle der begehrten Kleinserie an Kunden ausgeliefert.

„Der limitierte und extrem leistungsstarke Hyper-Sportwagen hat seinen eigenen exklusiven Charakter, zeichnet sich durch verbesserte Querbeschleunigung, Agilität und Kurvenverhalten aus und ist ein absolutes Muss für die Hyper-Sportwagen-Kollektion eines jeden Bugatti-Enthusiasten. Mit dem neuen Design des Divo und seiner völlig anderen Fahrleistung ist es uns gelungen, ein wahres Meisterwerk der Automobilkunst zu schaffen, das unsere langjährige Tradition des Karosseriebaus voll und ganz wiederbelebt“, sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti, mit Stolz. Bugatti wird nur 40 der einzigartigen Divo bauen – zu einem Netto-Stückpreis von 5 Millionen Euro.

Foto: Porsche Medienservice

2018 hat Bugatti begonnen mit Kunden über den neuen Divo zu sprechen. Die Wünsche, die Anforderungen und das Design haben die künftigen Fahrer mitbestimmt. „Einige von ihnen sehnten sich nach einem wendigen und eckenhungrigen Auto. Genau das hat sich der Divo herausgestellt“, sagt Pierre Rommelfanger, Projektmanager für Limited Edition-Modelle bei Bugatti.

Als die ersten Entwürfe des Divo fertig waren, hat Bugatti sie ausgewählten Chiron-Besitzern gezeigt. Und schon war die erste Serie ausverkauft. Und das bei einem „Spottpreis“ von 5 Millionen Euro – netto, aber das spielt wahrscheinlich keine Rolle.

Der Bugatti Divo wird von dem 8,0-Liter-W16-Motor mit 1.500 PS und 1.600 Newtonmetern Drehmoment angetrieben, und beschleunigt in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km / h. Die Höchstgeschwindigkeit des Divo ist auf 380 km / h begrenzt – unverständlich (sic!).

Die Ingenieure haben die Gewichtsreduzierung voll genutzt, um den Abtrieb zu erhöhen und die Tragfähigkeit der Reifen zu begrenzen. Dies gibt dem Divo 90 Kilogramm mehr Abtrieb und erhöht diesen auf 456 Kilogramm bei 380 km/h. Das Ergebnis: deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten. Insgesamt wird die Querbeschleunigung des Divo auf 1,6 g erhöht.

Foto: Porsche Medienservice

Infolgedessen kann der Divo die Handling-Strecke auf dem Testgelände Nardò in Süditalien acht Sekunden schneller als der Chiron absolvieren – eine beispiellose Zahl. „Der Divo ist völlig anders zu fahren als der Chiron, obwohl beide mit dem leistungsstarken W16-Motor ausgestattet sind. Dies zeigt sich besonders beim Fahren auf Straßen mit vielen Kurven. Mit noch präziserer Lenkung und größerem Abtrieb fährt der Divo noch schneller und vorhersehbarer durch Kurven “, erklärt Lars Fischer. Obwohl der Divo ein Hypersportwagen ist, bleibt er für den täglichen Gebrauch gut geeignet.

Bugatti widmete besondere Anstrengungen der Entwicklung der aerodynamischen Eigenschaften des Divo. Die Motorhaube hat jetzt Lufteinlässe, die den Frontbereich des Fahrzeugs verkleinern und den Luftstrom verbessern. Ein optimierter Luftschleier sorgt für eine verbesserte Luftleitung im vorderen und hinteren Bereich der Fahrzeugseiten. Währenddessen dient der neu geformte Frontspoiler dazu, den Abtrieb zu erhöhen und mehr Luft zu den vorderen Lufteinlässen zu leiten. Dies versorgt das Kühlsystem mit einer größeren Luftmasse und erhöht die Gesamtkühlkapazität. Vier unabhängige Luftquellen auf jeder Seite des Fahrzeugs kühlen die Bremsen. Luft kommt aus dem Hochdruckbereich über der vorderen Stoßstange, aus den Einlässen an den vorderen Kotflügeln, aus dem Einlass am vorderen Kühler und von den Diffusoren vor den Reifen. Schaufeln leiten die kalte Luft auf die Bremsscheiben, während ein Hitzeschild die heiße Luft direkt durch die Räder nach außen leitet. Dies hält die Reifentemperatur im optimalen Bereich und verhindert eine Überhitzung der Bremsen.

Auch in Bezug auf das Design geht der Divo einen neuen Weg – deutlich anders als der Chiron und dennoch sofort als Bugatti erkennbar. Das Designteam unter Achim Anscheidt hat die Karosserieform des Divo kompromisslos für die Querbeschleunigung konfiguriert und dabei auf optimale aerodynamische und thermodynamische Effizienz geachtet. Dazu gehören eine schlankere Seitenlinie und zusätzliche Lufteinlässe für die Bremskühlung. Besonders auffällig sind die äußerst kompakten und leichten LED-Scheinwerfer mit einer flachen Lichtöffnung von nur 35 Millimetern (1 3/8 ”) sowie die hochkomplexen 3D-Rücklichtmodule. Diese sind Teil des Heckgrills, der teilweise im 3D-Druckverfahren hergestellt wird und über spezielle leichte Lamellen verfügt. Insgesamt 44 dieser Lamellen leuchten, um das Rücklichtsystem zu bilden. Im Innenraum halten neue Sportsitze mit höheren Seitenwangen die Insassen auch bei Kurvenfahrten mit sehr hohen Geschwindigkeiten sicher in ihren Sitzen. Das Lenkrad ist teilweise mit Alcantara verkleidet und hat beidseitig vergrößerte am Lenkrad montierte Schaltwippen. Dies ermöglicht es dem Fahrer, manuell zu schalten und noch mehr Fahrspaß zu erleben.

Wolfgang Jannach

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