MOTORWELT

Die Zukunft rollt an – wie wir sie nur aus Science-Fiction-Filmen kennen

Der Name des wegweisenden Konzeptfahrzeugs steht nicht nur für die intensive Kollaboration während der Entwicklung des Showcars gemeinsam mit dem AVATAR-Team, sondern auch für Advanced Vehicle Transformation (AVTR).

Dieses Konzeptfahrzeug verkörpert die Vision von Mercedes-Benz Designern, Ingenieuren und Trendforschern für Mobilität in ferner Zukunft. 

Mit seinen vier leistungsstarken und radnahen Elektromotoren verkörpert das VISION AVTR eine besonders agile Umsetzung der Vision einer dynamischen Luxuslimousine. Mit einer kombinierten Motorleistung von mehr als 350 kW setzt das VISION AVTR neue Maßstäbe für EQ Power. Dank der intelligenten und vollvariablen Drehmomentverteilung wird die Leistung der vier voll individuell steuerbaren Motoren nicht nur in puncto Fahrdynamik bestmöglich, sondern vor allem hocheffizient verwaltet. Der innovative Allradantrieb mit Drehmomentvektoring ermöglicht völlig neue Freiheiten, garantiert Fahrdynamik auf höchstem Niveau und sorgt gleichzeitig für bestmögliche aktive Sicherheit. Das bedeutet, dass jedes Rad je nach Fahrsituation separat und fahrend angetrieben werden kann. Durch die Möglichkeit, Vorder- und Hinterachse gleich bzw. gegensätzlich anzusteuern, kann sich das VISION AVTR im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen um ca. 30 Grad seitwärts fortbewegen. Der sogenannte „Krebsgang“ gibt dem Konzeptfahrzeug auch in seiner Fortbewegung eine reptilartige Anmutung.

Das VISION AVTR wurde nach seinem innovativen Elektroantrieb entwickelt. Dieser basiert auf einer besonders leistungsstarken und kompakten Hochspannungsbatterie. Erstmals basiert die revolutionäre Batterietechnologie auf Graphenbasis organischer Zellchemie und eliminiert damit seltene, giftige und teure Erden wie Metalle vollständig. Elektromobilität wird so unabhängig von fossilen Ressourcen. Eine absolute Revolution ist auch die Recyclingfähigkeit durch Kompostierung, die aufgrund der Materialität zu 100 % recycelbar ist. Damit unterstreicht Mercedes-Benz die hohe Relevanz einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft im Rohstoffbereich.

Neben einer exponentiell hohen Energiedichte – im Vergleich zu heutigen Batteriesystemen mit bis zu 1.200 Wh/Liter – besticht die Technologie auch durch ihre außergewöhnliche Schnellladefähigkeit durch automatisierte, leitfähige Ladetechnik. Das bedeutet, dass der Akku in weniger als 15 Minuten vollständig aufgeladen wird. Die innovative Technologie ermöglicht auch maximale Flexibilität in Bezug auf den Bauraum: Mit einem lokalen Minimum von 94 Millimetern passt sich die Batterie optimal an das „Shared Space Vehicle“-Konzept an und maximiert so den multifunktionalen Innenraum. 

Mit einer Leistung von rund 110 kWh ermöglicht das VISION AVTR eine elektrische Reichweite von mehr als 700 Kilometern. Durch die Erholung beim Rollout und Bremsen kann die Hochspannungsbatterie während der Fahrt mit einem höheren Wirkungsgrad als etablierte Systeme aufgeladen werden und trägt so zur hohen Energieeffizienz des Gesamtsystems bei.

Bereits auf die Annäherung der Passagiere reagiert das VISION AVTR mit der Visualisierung des Energie- und Informationsflusses der Umwelt mit digitalen Neuronen, die durch den Grill über die Räder bis in den Heckbereich fließen. Die erste Interaktion im Innenraum zwischen Mensch und Fahrzeug geschieht völlig intuitiv über die Control Unit: Durch das Platzieren der Hand auf der Mittelkonsole erwacht das Interieur zum Leben und das Fahrzeug erkennt den Fahrer an seiner Atmung. Dies wird auf der Instrumententafel und der Hand des Nutzers als Projektion sichtbar gemacht. So geht das VISION AVTR eine biometrische Verbindung mit dem Fahrer ein und verstärkt sein Bewusstsein für die Umwelt. Die digitalen Neuronen strömen aus dem Interieur ins Exterieur und visualisieren den Energie- und Informationsfluss. Beispielsweise fließen die Neuronen beim Fahren über die Fahrzeugaußenseite. Beim Richtungswechsel strömt die Energie auf die entsprechende Seite des Fahrzeugs, wodurch erkennbar wird, in welche Richtung es sich bewegen wird.

Wolfgang Jannach

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