MOTORWELT

Tesla senkt die Kosten für Akku und macht sich von seinen asiatischen Zulieferern unabhängig

Die Akkupreise für Elektroautos sinken rapide. 2019 hat eine kWh ca. 158 Dollar gekostet und damit um mehr als 100 Euro weniger als noch ein Jahr davor. Sollte der Preis auf 100 Dollar pro kWh oder darunter sinken, wird auch der Preis für ein Elektroauto kein Thema sein.

Elon Musk und seine Ingenieure geben nicht auf und arbeiten unablässig an billigeren Akkus. 2,3 Milliarden US Dollar hat der amerikanische Autobauer kürzlich in eine neue Gigafactory in Ohio investiert, um sich von seinen asiatischen Zulieferern (Panasonic) unabhängig zu machen. Tesla kann alle Akkus für seine 365.000 Fahrzeuge pro Jahr selbst bauen.

Ein weiterer Vorteil für Tesla könnte sein, dass die Amerikaner als einziger Autohersteller zylindrische Akkus verwenden, während die Konkurrenz auf sogenannte Pouches oder prismatische Zellen setzt. Damit können Musk und sein Team unabhängig forschen und müssen sich nicht vor einem Innovationsklau fürchten.

Tesla baut seine Batterien viel länger als die Konkurrenz und hat sich einen technologischen Vorteil erarbeitet

Sam Jaffe, CAIRN Analyst

Darüberhinaus habe sich Tesla in den letzten Jahren einen klaren Vorteil bei der Software und beim Batterie-Managementsystem erarbeitet, sagt Jaffe in einem Interview mit CNBC.

Die Konkurrenz weiß allerdings genau, dass sie in Sachen Batterietechnologie hinter Tesla zurückfällt. Deshalb hat zum Beispiel Toyota ein Joint-Venture mit Panasonic, dem Batterielieferanten der ersten Stunde für Tesla, geschlossen. General Motors hat sich mit LG Chem zusammen getan und in Europa wurde schon 2017 eine Batterie-Allianz der großen Automobilhersteller geschlossen.

Wolfgang Jannach

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