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VW bringt seinen kleinen E-Flitzer zwei Jahre früher als geplant

Eigentlich hätte der ID.Life erst im Jahr 2027 auf den Markt kommen sollen. Jetzt haben die Wolfsburger einen Gang zugelegt und bringen den Stadtflitzer schon zwei Jahre früher. Auf der IAA wurde der kleinste VW-Stromer vorgestellt. Der Einstiegspreis soll bei 20.000 bis 25.000 Euro liegen.

Die Studie eines kompakten, rein elektrisch angetriebenen Crossover-Modells steht ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit, digitaler Technologie und einer innovativen Gestaltung des Innenraums.

Der nachhaltige Charakter des ID.Life spiegelt sich besonders intensiv in der Materialauswahl einschließlich der Lackierung wider. Im Klarlack für die Karosserie werden Holzspäne als natürliche Farbgeber und ein biobasierter Härter verwendet. Darin kommt die Vision eines Rezyklats für den Karosseriebau zum Ausdruck, mit dem bei zukünftigen Fahrzeugen gänzlich auf eine Lackierung verzichtet werden kann. Das Luftkammer-Textil für das Dach und die Frontabdeckung besteht zu 100 Prozent aus wiederverwerteten PET-Flaschen. Unter anderem dienen Bio-Öl, Naturkautschuk und Reishülsen als Grundstoffe für die Reifen des ID.Life. Im Innenraum wird vom FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziertes Holz für die Einfassungen von Armaturentafel und Fondsitzbereich mit Artvelours Eco für die Sitzoberflächen und Türverkleidungen sowie Textil für die Kopfstützen und Türspiegel-kissen kombiniert. Geschredderte Altreifen verhelfen dem Rubber Paint Lack für den Einstiegsbereich zu einer besonders markanten Oberflächen-Struktur.

Kameras und ein Display ersetzen sowohl die Außen- als auch den Innenspiegel. Gangwahl, Blinker, Hupe und Scheibenwischer werden über ein Touchbedienfeld auf dem hexagonalen, nach oben offenen Lenkrad gesteuert. Die Einbindung des Smartphones in das Bediensystem ermöglicht dem Fahrer eine unkomplizierte Steuerung der Navigations-, Kommunikations- und Infotainmentfunktionen sowie den Online-Zugriff auf sämtliche Fahrzeugdaten.

Gleichzeitig ist der ID.Life ein verlässlicher Begleiter für digitale Erlebnisse unterschiedlicher Art. Im Hand-umdrehen lässt sich sein Interieur beispielsweise zu einer Cinema oder Gaming Lounge umfunktionieren. Spielkonsole und Beamer sind mit an Bord. Als Bildschirm dient eine Projektions-Leinwand, die bei Bedarf aus der Armaturentafel ausfährt. Weitere Devices lassen sich individuell anschließen und werden an einem 230 Volt/16 Ampere-Anschluss im Innenraum mit Strom versorgt. Die nach vorn geklappten Lehnen der Vordersitze dienen dann als Beinablage für die Insassen, die es sich auf der in Liegeposition versetzten Fondsitzbank bequem machen können. Mit dem vollständigen Umklappen der vorderen und der hinteren Sitzlehnen kann zudem eine komfortable Liegefläche geschaffen werden.

Der ID.Life basiert auf einer kleineren, speziell für das Kleinwagensegment entwickelten Variante des Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) von Volkswagen. Für den Antrieb sorgt ein 172 kW (234 PS) starker Elektromotor, der seine Kraft über die Vorderräder auf die Straße bringt. Erstmals ist damit ein auf der Grundlage des MEB konzipiertes Fahrzeug mit Frontantrieb ausgestattet. Dieses Prinzip unterstreicht die Flexibilität des MEB und ermöglicht eine besonders effiziente Nutzung des Innenraums mit einem großzügigen Platz-angebot für Passagiere und Gepäck auf einer kompakten Grundfläche. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt der ID.Life 6,9 Sekunden. Seine Hochvoltbatterie mit einem Energiegehalt von 57 kWh ermöglicht eine Reichweite von rund 400 Kilometer gemäß Testzyklus WLTP.

olkswagen setzt seinen Weg in eine vollständig elektrifizierte Mobilität konsequent fort. Der ID.Life ist bereits die achte Studie, die auf dem MEB von Volkswagen basiert. Bis 2030 will das Unternehmen den Anteil reiner E-Modelle am gesamten Fahrzeugabsatz in Europa auf mindestens 70 Prozent und in Nordamerika und China auf mindestens 50 Prozent steigern.

Wolfgang Jannach

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