MOTORWELT

Auf die Automobilindustrie kommen schwere Zeiten zu. Nachfrage bricht ein

VW und Porsche stellen ihre Produktion ganz oder teilweise ein, BMW, Audi und Mercedes werden folgen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht in einem RND-Interview massive Probleme auf die deutsche Auto-Industrie und die Zulieferer zukommen.

Das Hauptproblem ist für den erfahrenen Beobachter der Autobranche der Einbruch der Nachfrage. „Probleme in den Lieferketten sind nur ein Problem“, sagt Dudenhöffer in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (www.rnd.de).

Die entscheidende Frage für Dudenhöffer ist, wie lange die Krise anhält. Gehe es nämlich nach drei Monaten wieder weiter, könnte man mit „blauem Auge“ davon kommen.

Italien liegt am Boden. Kommt in den USA ein ähnlich starker Ausbruch des Corona-Ausbruchs wie in Europa, dann wäre das die schlimmste Situation seit dem Zweiten Weltkrieg.

Prof. Ferdinand Dudenhöffer im RND-Interview
FOTO: CAR Duisburg

In Deutschland gibt es bereits Pläne für eine staatliche Förderung der Autoindustrie. Ob es zu einer kompletten Verstaatlichung komme, könne man noch nicht absehen, so Dudenhöffer.

Noch schwieriger sei die Situation für die Zulieferer. Vor allem, vermutet Dudenhöffer, dass viele Autobauer nach der Krise mehr Augenmerk auf Elektromobilität setzen werden. Firmen, die heute großteils Teile für Verbrennungsmotoren liefern, kämen in große Schwierigkeiten.

Wolfgang Jannach

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