Mercedes-AMG erweitert die aktuelle GT-Familie um zwei klar positionierte Modelle: einen neuen GT3 für den Kundensport und einen kommenden AMG GT Black Series für die Straße. Beide Fahrzeuge basieren auf dem bereits gezeigten CONCEPT AMG GT TRACK SPORT und werden parallel entwickelt.
Im Zentrum steht dabei ein Ansatz, der im Motorsport üblich ist, im Serienumfeld aber selten konsequent umgesetzt wird: Die straßenzugelassene Variante dient als technische Grundlage für das Rennfahrzeug. Der künftige Black Series übernimmt damit eine funktionale Rolle innerhalb der Entwicklung des neuen GT3 und ist nicht als isoliertes Spitzenmodell zu verstehen. Konstruktion, Aerodynamik und thermisches Layout orientieren sich von Beginn an an den Anforderungen des Renneinsatzes.
Der neue GT3 befindet sich aktuell in einer fortgeschrittenen Erprobungsphase. Testfahrten fanden unter anderem in Immendingen, am Bilster Berg sowie auf den Rennstrecken in Portimão und Monteblanco statt. Mit den aktuellen Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife verlagert sich der Fokus auf Dauerbelastung und Feinabstimmung unter realen Wettbewerbsbedingungen. Entwickelt wird das Fahrzeug gemeinsam von Mercedes-AMG Motorsport und der neu gegründeten Affalterbach Racing GmbH, die künftig eine zentrale Rolle im Kundensportprogramm übernehmen soll.

Inhaltlich bleibt der GT3 der bisherigen Linie treu, geht jedoch technisch einen Schritt weiter. Ziel ist eine hohe Einsatzbandbreite im internationalen GT3-Sport sowie eine stabile Performance innerhalb der bestehenden Reglements. Neben der reinen Fahrleistung stehen dabei auch Aspekte wie Standfestigkeit, Servicefreundlichkeit und Betriebskosten für Kundenteams im Fokus.
Der AMG GT Black Series knüpft an die seit 2006 bestehende Modellreihe an, die traditionell als Schnittstelle zwischen Motorsport und Straße positioniert ist. Anders als bisher ist er diesmal jedoch direkt in die Entwicklung des Rennfahrzeugs eingebunden. Das Konzept „TRACK SPORT“, das bereits beim SLK 55 AMG Black Series intern verwendet wurde, wird damit in einer deutlich engeren Verzahnung von Renn- und Serienfahrzeug weitergeführt.
Optisch werden beide Modelle künftig klar differenziert: Der GT3 tritt in der Motorsport-Farbwelt von Mercedes-AMG an, während der Black Series eine eigene, gelbgrüne Kennung erhält. Die aktuell eingesetzten Prototypen tragen diese Zuordnung bereits in ihrer Tarnung.
Technische Details zu Antrieb, Leistung oder Gewicht nennt Mercedes-AMG zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Die Markteinführung beider Fahrzeuge wird in den kommenden Entwicklungsschritten vorbereitet. Klar ist jedoch bereits die strategische Ausrichtung: Der neue GT3 soll die bestehende Kundensportplattform ablösen und gleichzeitig als Referenz im Wettbewerb positioniert werden, während der Black Series die entsprechende Ableitung für die Straße darstellt.













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