Mit dem zweiten Einsatz im FIA World Rally Championship 2026 konnte Lancia nach dem Doppelausfall bei der Rallye Monte Carlo nun endlich auch das fast zu erwartende Ergebnis liefern.
Bei der Rallye Kroatien gewinnen Yohan Rossel und Arnaud Dunand die WRC2-Wertung und sichern Lancia damit den ersten Sieg seit der Rückkehr in die Weltmeisterschaft.
Ergänzt wird das Resultat durch Rang drei von Nikolay Gryazin und Konstantin Aleksandrov – ein Ergebnis, das die Leistungsfähigkeit des Gesamtpakets deutlich abbildet.
Frühe Entscheidung auf anspruchsvollem Terrain
Die Rallye Kroatien zählt innerhalb des Kalenders zu den technisch anspruchsvolleren Asphaltläufen. Über rund 300 Kilometer Sonderprüfungen wechseln Beläge, Gripniveaus und Rhythmus permanent. Und wie die Rallye es auch im Verlauf gezeigt hat, ist am Ende der vorne, der während der Rallye die wenigsten Probleme hat.
Und Rossel/Dunand setzen hier früh die Grundlage.
Sechs Bestzeiten auf den ersten beiden Etappen bringen eine klare Führung, die in der Folge kontrolliert verwaltet wird. Und wie schon erwähnt entscheidend dabei: keine Fehler, keine technischen Probleme und ein durchgehend stabiles Tempo.
Im Ziel beträgt der Vorsprung 38,8 Sekunden auf Bruder Leo Rossel in sehr stark technisch verwandten Citroen C3 Rallye2.

Zweites Fahrzeug auf identischem Niveau
Parallel dazu bestätigt die zweite Lancia-Besatzung das Leistungsniveau und die Performance des Lancia WRC2.
Gryazin/Aleksandrov erzielen sieben Bestzeiten und zeigen insbesondere am Sonntag eine dominante Performance mit Bestzeit auf allen Prüfungen.
Ein technisches Problem kostet am Samstag aber zu viel Zeit, womit um die Sieg nicht mehr ernsthaft mitreden konnten. Ohne diesen Rückschlag wäre ein Doppelsieg realistisch gewesen was schlußendlich die Leistungsfähigkeit von Fahrzeug und Team unterstreicht.
Fahrzeug: Ypsilon Rally2 HF Integrale als Referenz
Der Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale etabliert sich in Kroatien klar als Referenzfahrzeug im WRC2-Feld.
- 13 von 20 Bestzeiten
- zwei Fahrzeuge konstant in der Spitzengruppe
- Top-6 im Gesamtklassement gegen Rally1-Fahrzeuge
Die Platzierungen vier und sechs im Gesamtklassement sind natürlich eine Ausnahme, unterstreichen nicht nur die Schwierigkeit der Rallye, sondern zeigen auch welche Möglichkeiten, insbesondere wenn man sich auch die einzelnen Sektorenzeiten anschaut, die WRC2-Fahrzeuge heute haben.

WRC2 als Leistungsmaßstab
Die WRC2 ist längst kein Nebenfeld mehr, sondern die zentrale Plattform für Rally2-Fahrzeuge innerhalb der Weltmeisterschaft, insbesondere wenn man hier einen Ausblick auf das nächstjährige Reglement legt, wo mehr oder weniger WRC2-Fahrzeuge um den Titel fahren werden.
Die Fahrzeuge in der WRC2 sind in einen sehr engen Reglement-Kleid eingeordnet, Unterschiede entstehen hier primär über Abstimmung, dem Finden vom mechanischen Grip, Reifenmanagement und fahrerische Konstanz – Faktoren, die Lancia in Kroatien geschlossen abbilden kann.
Stand und Perspektive
Mit dem Ergebnis in Kroatien übernimmt Lancia die Führung in der WRC2-Teamwertung (84 Punkte). Rossel verbessert sich auf Rang drei der Fahrerwertung, Gryazin liegt auf Rang fünf.
Der nächste Lauf folgt mit der Rallye Islas Canarias in rund zwei Wochen – erneut ein Asphaltbewerb, der eine direkte Vergleichbarkeit der Performance erlaubt.
Auf Basis des bisherigen Saisonverlaufs ist Lancia damit unmittelbar ein bestimmender Faktor und Favorit im WRC2-Feld. Die Kombination aus Fahrzeug, Fahrerbesetzung und Werkseinsatz liefert aktuell ein Niveau, das ganz klar die Messlatte in der aktuellen WRC2 darstellt.
Mit Blick auf die kommenden Jahre wird entscheidend sein, wie dieser Ansatz weitergeführt wird, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Ausweitung in Richtung 2027.
Fest steht nach Kroatien:
Lancia ist sportlich wieder relevant in der Rallye-Weltmeisterschaft und man freut sich darüber, daß die Marke wieder präsent ist!














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