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Toyota Proace Verso Teamplayer: Für alle, die mehr vorhaben

Unser Cheftester Achim Mörtl diesmal nicht in Seinen Toyota GR Yaris, sondern schaut sich mit dem Toyota Proace Verso Teamplayer ein Auto an, daß für Familien und Vereine eine sehr interessante Möglichkeit bietet.

Acht Sitzplätze, ein großer Gepäckraum und zwei elektrisch betätigte Schiebetüren: Der Toyota Proace Verso Teamplayer hat einiges zu bieten, das den Alltag einer Familie oder eines Vereins erleichtert. In der langen Ausführung bleibt auch bei vollständiger Bestuhlung ausreichend Raum fürs Reisegepäck. Die Sitze lassen sich verschieben, umklappen und herausnehmen. Dazu kommen ein komfortables Fahrwerk, eine umfangreiche Ausstattung und ein Dieselmotor, mit dem lange Reiseetappen ohne an irgendwelche Ladestrategien zu denken, möglich sind. Unser Testwagen kostet einschließlich Extras 48.386 Euro.

Platz, den man nutzen kann

Rund 5,33 Meter Außenlänge schaffen die Grundlage für einen großzügigen Innenraum. Die hohe Karosserie und die weitgehend senkrechten Seitenwände erlauben eine gute Raumausnutzung. Der Zugang erfolgt über zwei große Schiebetüren, die bei unserem Testwagen elektrisch öffnen und schließen. Auch die Betätigung über einen Kick-Sensor ist möglich. Beim Einsteigen, Beladen oder Anschnallen der Kinder ist der breite seitliche Zugang schon einmal ausgesprochen praktisch.

Der Teamplayer bietet acht Sitzplätze. Hinter der dritten Reihe nennt Toyota für die Langversion 980 Liter Gepäckraum, womit auch genügend Platz für Reisetaschen und Ausrüstung vorhanden ist, selbst wenn die Sitzplätze gebraucht werden. Für Familienurlaub, Vereinsfahrten oder gemeinsame Sportwochenenden ist das ein durchaus wesentlicher Faktor.

Die Sitze der zweiten und dritten Reihe laufen auf Schienen, durch Verschieben der Sitze, die jeweils auf 2:1 aufgeteilt sind, lässt sich der Innenraum rasch an den jeweiligen Bedarf anpassen. Werden weniger Plätze benötigt, können die Sitze umgeklappt oder vollständig herausgenommen werden, wir die letzte Reihe entfernt, weist der Toyota ein Ladevolumen von 2.000 Litern aus. Praktisch auch die einzeln zu öffnende Heckscheibe, die somit leichten Zugang zum Kofferraum bietet.

Der Sitzausbau erfordert einen kräftigen Handgriff. Dafür steht anschließend ein großer, vielseitig nutzbarer Laderaum zur Verfügung. Mountainbikes, Campingausrüstung oder das Material für die nächste Vereinsveranstaltung sind Beispiele dafür, was sich mit diesem Raum anfangen lässt. Für einen Familienausflug mit umfangreicher Sportausrüstung bietet der Proace Verso entsprechend gute Voraussetzungen.

Ein Personenbus mit Reisequalitäten

Auf längeren Strecken überzeugt der Toyota mit seiner komfortablen Federung. Das Fahrwerk nimmt Unebenheiten angenehm auf und passt gut zum Charakter des Fahrzeugs. Auch die Geräuschkulisse bleibt in einem ordentlichen Rahmen. Damit bringt der Teamplayer jene Langstreckenqualität mit, die bei einem Personenbus besonders zählt.

Die erhöhte Sitzposition bietet einen guten Überblick. Die Bedienung ist übersichtlich, die wesentlichen Funktionen sind gut erreichbar. Man findet sich rasch zurecht. Gerade bei einem Auto, das innerhalb einer Familie oder eines Vereins von mehreren Personen gefahren wird, ist das angenehm.

Mit seiner Abstimmung eignet sich der Proace Verso gut für ausgedehnte Überlandfahrten und Autobahnetappen. Sein Komfort kommt dabei allen Mitreisenden zugute. Wer mehrere Stunden gemeinsam unterwegs ist, wird eine angenehme Federung und ein vernünftiges Geräuschniveau zu schätzen wissen.

Zur Reisequalität tragen auch die praktischen Details im Fahrgastraum bei. An den Rückenlehnen der Vordersitze befinden sich Klapptische, auf denen Kinder ihre Mal- oder Spielsachen ablegen können. Bei einer Pause lassen sie sich auch als Arbeitsfläche für Unterlagen nutzen. USB-Lademöglichkeiten in den hinteren Reihen versorgen Smartphone oder Tablet, die Innenraumbeleuchtung erleichtert das Lesen bei Dunkelheit. Dazu kommen Ablagen für die kleinen Dinge, die unterwegs griffbereit sein sollen. So ist der Innenraum auch für längere Familienreisen und berufliche Fahrten gut eingerichtet.

Diesel für lange Etappen

Der 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel leistet 110 kW beziehungsweise 150 PS und stellt sein maximales Drehmoment von 370 Nm bei 1.500 Umdrehungen bereit. Ein manuelles Sechsganggetriebe überträgt die Kraft an die Vorderräder.

Für die lange Teamplayer-Ausführung nennt Toyota einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 6,6 Litern je 100 Kilometer. Zusammen mit dem 69-Liter-Tank ergibt das rechnerisch rund 1.000 Kilometer Reichweite. In unserem Testbericht konnten wir im Mischbetrieb eine Verbrauch von 7,2l/100km notieren.

Die große Reichweite und das rasche Nachtanken erleichtern längere Reisen. Das Urlaubsziel lässt sich unabhängig von einer Ladeinfrastruktur wählen, auch bei spontanen Streckenänderungen bleibt die Organisation einfach. Gerade für Familien und Vereine, die mit mehreren Menschen und viel Gepäck unterwegs sind, ist das ein praktischer Vorzug.

Zusätzliche Transportmöglichkeiten eröffnet die Anhängelast: Der Proace Verso darf laut Toyota 1.900 Kilogramm gebremst und 750 Kilogramm ungebremst ziehen. Die Stützlast der Langversion beträgt 84 Kilogramm. Damit lässt sich das Fahrzeug auch für Reisen und Freizeitaktivitäten mit Anhänger einsetzen.

Komfortausstattung für den Alltag

Der Teamplayer bringt bereits serienmäßig eine umfangreiche Ausstattung mit. Dazu zählen LED-Scheinwerfer, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Sitzheizung und Armlehnen für Fahrer und Beifahrer sowie ein beheizbares Lederlenkrad. Vorne gibt es eine Klimaautomatik, für die hinteren Reihen eine zusätzliche Frischluftanlage.

Die schwarzgrauen Stoffbezüge passen zum vielseitigen Einsatz. Klapptische an den Rückseiten der Vordersitze ergänzen die Ausstattung für längere Fahrten. Das verschiebbare und herausnehmbare Sitzsystem gehört zu den wichtigsten praktischen Merkmalen dieser Version.

Die Multimediafunktionen werden über einen 10-Zoll-Touchscreen bedient. Eine induktive Lademöglichkeit fürs Smartphone und das Smart-Key-System sind ebenfalls vorhanden. Unser Testwagen verfügt zusätzlich über Navigation.

Beim Rangieren helfen Parksensoren vorne und eine 180-Grad-Heckkamera. Zur Sicherheitsausstattung gehören unter anderem ein Frontkollisionswarner, ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Spurhalteassistent mit Lenkkorrektur und eine Verkehrszeichenerkennung.

Was man für 48.386 Euro bekommt

Die lange Teamplayer-Version mit 150-PS-Diesel und Handschaltung kostet laut österreichischem Testwagenblatt 45.190 Euro. Hinzu kommen 884 Euro für die Lackierung All Terrain Green Metallic, 1.088 Euro für das Navigationssystem und 1.224 Euro für die elektrischen Schiebetüren mit Kick-Sensor. Unser Fahrzeug kommt damit auf 48.386 Euro einschließlich der angegebenen Abgaben.

Dafür bietet der Toyota acht Sitzplätze, einen auch bei drei Sitzreihen großen Gepäckraum, einen variablen Innenraum und eine umfangreiche Komfortausstattung. Die angenehme Federung und die große rechnerische Reichweite ergänzen seine Reisequalitäten.

Für Familien, Vereine und alle, die regelmäßig Menschen samt Ausrüstung transportieren, ist der Proace Verso Teamplayer ein ausgesprochen praktisches Auto. Der Platz ist vorhanden, der Zugang bequem, die Nutzung vielseitig. Und beim nächsten gemeinsamen Ausflug können auch jene Dinge mit, für die bisher kein Platz mehr war.

Toyota Proace Verso Teamplayer 2,2 Diesel – Langversion

Technische Daten
MotorVierzylinder-
Turbodiesel
Hubraum2.184 cm³
Leistung110 kW / 150 PS
Maximales Drehmoment370 Nm bei 1.500 U/min
Getriebe / AntriebSechsgang-Handschaltung
Vorderradantrieb
Längerund 5,33 m
Radstand3.275 mm
Sitzplätze8
Gepäckraum mit drei
zwei Sitzreihen
980 / 2.000 Liter
Sitzsystem hintenVerschiebbar,
klappbar und herausnehmbar
Verbrauch kombiniert6,6 l/100 km
CO₂-Ausstoß
kombiniert
173 g/km
Tankinhalt69 Liter
Reichweite, rechnerisch
nach WLTP*
rund 1.045 km
Anhängelast gebremst
ungebremst
1.900 / 750 kg
Stützlast84 kg
Bereifung225/55 R17
Basispreis der getesteten Variante45.190 Euro
Testwagenpreis inklusive Extras48.386 Euro

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