MOTORWELT

Citroën Racing gewinnt den Mexico City E-Prix

Erster Einstieg, zweites Rennen, erster Sieg

Citroën Racing hat beim Hankook Mexico City E-Prix seinen ersten Sieg in der ABB FIA Formula E World Championship gefeiert – und das bereits im zweiten Rennen nach dem Einstieg in die Serie.

Auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez gewann Nick Cassidy nach einer kontrollierten Aufholjagd vom 13. Startplatz. Der Neuseeländer machte im Rennverlauf zwölf Positionen gut und setzte seine beiden 50-kW-ATTACK-MODE-Phasen taktisch exakt ein – ein entscheidender Faktor im GEN3-Rennen.

Cassidy übernahm in der zweiten Rennhälfte die Führung, nachdem er seine Attack-Mode-Überlappung optimal nutzte und mit Energievorteil an die Spitze fuhr. In der Schlussphase verteidigte er diese Position gegen Edoardo Mortara(Mahindra) und den amtierenden Weltmeister Oliver Rowland (Nissan). Die ersten fünf Fahrzeuge überquerten die Ziellinie innerhalb von weniger als einer Sekunde.

Für Citroën ist es der erste Formel-E-Sieg überhaupt. Nach Platz drei beim Saisonauftakt in São Paulo steht Cassidy nun bei 40 WM-Punkten an der Spitze der Fahrerwertung. Citroën führt mit 44 Punkten auch die Teamwertung an, Stellantis liegt in der Herstellerwertung vor Porsche.

Auch Jean‑Éric Vergne trug zum starken Teamergebnis bei. Der Franzose startete nach Qualifying-Problemen und Grid-Strafe nur von Rang 18 und beendete das Rennen auf Platz 8 – ein wichtiger Punktezuwachs in einem engen Feld.

Das Rennen selbst war geprägt von Positionswechseln, taktischem Energiemanagement und mehreren ATTACK-MODE-Varianten. Früh bestimmte Taylor Barnard das Geschehen an der Spitze, ehe sich das Feld im Verlauf des Rennens immer wieder neu sortierte. Eine Full-Course-Yellow-Phase spielte Cassidy zusätzlich in die Karten, da er seine Strategie ohne Zeitverlust umsetzen konnte.

Nach zwei Rennen zeigt sich klar: Citroën ist nicht zum Lernen in die Formel E gekommen. Das Team ist vom ersten Wochenende an konkurrenzfähig – mit einem Fahrer, der das Format beherrscht, und einem Paket, das auf Effizienz ausgelegt ist.

Photo Joao Filipe / DPPI

Achim-Fazit

Nüchtern betrachtet: zweiter Start, erster Sieg, Tabellenführung. In der Formel E ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis von sauberer Strategie und richtigem Timing. Und genau deshalb freue ich mich darauf, diese Saison heuer in Europa vor Ort begleiten zu dürfen – dort, wo diese Serie ihren Charakter am klarsten zeigt.

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