332 Kilometer durch Österreich, Slowenien und Italien
Distanz: rund 332 Kilometer
Fahrzeit ohne längere Pausen: je nach Tempo und Stops zwischen 6-10h
Empfohlene Gesamtdauer: neun bis zehn Stunden
Geeignet für: Motorrad und Auto
Beste Reisezeit: Mai bis Oktober, abhängig von Wetter und Öffnung des Vršič
Achim Mörtl – Es gibt im Alpe-Adria-Raum natürlich viele schöne Straßen, anspruchsvoll und mit herrlichen Ausblicken. Diese 332 Kilometer lange Runde gehört für mich dennoch zu den besonderen, weil sie nicht nur drei Länder, außergewöhnlich wenig Verkehr und höchst unterschiedliche Landschaften miteinander verbindet, sondern auch ab dem ersten Kilometer, und das bis fast zum Ende, nur Kurve auf Kurve bietet. Dazu kommen alte Handwerksorte, ehemalige Rallye-Sonderprüfungen, die Geschichte der Isonzo-Front, das smaragdgrüne Wasser der Soča und mit dem Vršič ein hochalpiner Schlusspunkt.
Bereits in Ferlach beginnt eine Folge aus Kurven, kurzen Geraden, Bergstraßen und kleinen Ortsdurchfahrten, die praktisch bis zum Ende der Tour nicht mehr abreißt. Einige Abschnitte sind weit und flüssig, andere schmal, eng und fahrerisch anspruchsvoll. Der Asphalt wechselt ebenso häufig wie die Landschaft.
Mit dem Motorrad liegt der Reiz dieser Runde nicht im absoluten Tempo, sondern im Rhythmus. Man fährt gerade so schnell, dass die volle Konzentration bei der Straße bleibt, ohne dabei unnötigen Stress aufzubauen. Für mich ist das inspiriertes Fahren – und damit eine der besten Möglichkeiten, den Kopf für einige Stunden vollständig freizubekommen.
Über den Loiblpass nach Kropa
Von Ferlach führt die Route zunächst über den Loiblpass nach Slowenien. Bereits nach der Abfahrt nach Trzic Richtung Kropa werden die Straßen bald kleiner und der Verkehr weniger. Spätestens auf dem Weg nach Kropa beginnt jener ruhige, beinahe abgeschiedene Charakter, der den ersten Teil der Tour prägt.
Kropa liegt tief in einem schmalen Tal und war über Jahrhunderte eines der wichtigsten Zentren der slowenischen Eisenverarbeitung. Die dicht aneinandergebauten Häuser, alten Wasserläufe und ehemaligen Werkstätten erinnern noch heute daran, dass hier Nägel und zahlreiche andere Eisenwaren hergestellt wurden.
Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann das Schmiedemuseum besuchen. Für die Tagestour genügt auch ein kurzer Rundgang durch den historischen Ortskern, ein typisch slowenischer cavo, bevor die Straße wieder deutlich an Höhe gewinnt.

Jamnik und Dražgoše
Von Kropa führt eine schmale Panoramastraße hinauf nach Jamnik. Die kleine Kirche des heiligen Primus und Felician steht auf einem vorgelagerten Bergrücken und gehört zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten der Region. Bei klarer Sicht reicht der Blick über das Savetal bis zu den Karawanken und den Steiner Alpen.
Für ein Foto sollte man das Fahrzeug sicher abstellen und die letzten Meter zu Fuß gehen. Die Straße ist schmal, und die wenigen Ausweichstellen werden von den Bewohnern und der Landwirtschaft benötigt.
Danach geht es weiter nach Dražgoše. Das Bergdorf liegt sonnig über dem Selška-Tal und ist für die kunstvoll verzierten Dražgoški kruhki, kleine Honigbrote, bekannt. Zugleich ist der Ort eng mit der Schlacht von Dražgoše im Januar 1942 verbunden. Das große Denkmal oberhalb des Dorfes erinnert an den Kampf zwischen slowenischen Partisanen und deutschen Einheiten sowie an die anschließenden Repressalien gegen die Bevölkerung.
Fahrerisch gehört die Abfahrt von Dražgoše nach Železniki zu den ersten Höhepunkten: eng, technisch, teilweise unübersichtlich und kaum befahren.

Železniki, Zali Log und Spodnja Sorica
Železniki war ebenfalls über Jahrhunderte von der Eisenverarbeitung geprägt. Direkt im Ort steht noch heute ein historischer Hochofen, der als bedeutendes technisches Denkmal erhalten geblieben ist. Ein kurzer Fotostopp kostet kaum Zeit und gibt dem Ortsnamen seine eigentliche Bedeutung zurück.
Nach Železniki folgt die Route dem Selška-Tal über Zali Log. Danach beginnt der Anstieg nach Spodnja Sorica. Die Straße verläuft durch Wald, über offene Berghänge und vorbei an kleinen Siedlungen. Sie ist kurvenreich, wenig befahren und verlangt wegen ihrer unübersichtlichen Passagen dennoch Aufmerksamkeit.
Spodnja Sorica gehört mit seinen alten Bauernhäusern und den steilen Wiesen zu den schönsten Bergdörfern Sloweniens. Der Ort ist auch der Geburtsort des slowenischen Malers Ivan Grohar. Wer eine zusätzliche Pause einlegen möchte, findet hier einen deutlich ruhigeren Rahmen als an den bekannteren touristischen Punkten der Region.

Über Petrovo Brdo ins Bača-Tal
Hinter Spodnja Sorica führt die Straße hinauf nach Petrovo Brdo. Auf dem Sattel wechselt die Route vom Selška-Tal in das enge Bača-Tal. Es folgt eine lange, kurvenreiche Abfahrt über Podbrdo in Richtung Most na Soči.
Straße, Fluss und Wocheiner Bahn teilen sich hier einen bemerkenswert schmalen Landschaftsraum. Immer wieder tauchen kleine Bahnhöfe, Brücken, Tunnelportale und Viadukte auf. Die historische Strecke wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und verband Mitteleuropa mit dem damaligen österreichischen Küstenland.
Der Reiz dieses Abschnitts liegt weniger in einzelnen Sehenswürdigkeiten als in seiner Geschlossenheit: Wald, Fels, Eisenbahn, kleine Dörfer und eine Straße, die beinahe ohne Unterbrechung dem Tal folgt.
Ein kleiner Geheimtipp ist ein kurzer Halt im Bereich von Grahovo ob Bači. Hier lässt sich gut erkennen, wie eng Bahnlinie, Straße, Fluss und Siedlungen in das Tal gebaut wurden.
Most na Soči
Bei Most na Soči treffen Idrijca und Soča aufeinander. Durch die Aufstauung des Flusses entstand unterhalb des Ortes ein ruhiger, smaragdgrüner See. Obwohl er künstlich angelegt wurde, besitzt er die für die Soča charakteristische Farbe und gibt Most na Soči seine besondere Atmosphäre.
Für einen kurzen Halt sollte man nicht nur durch den Ort fahren, sondern hinunter ans Wasser. Dort wirkt Most na Soči wesentlich ruhiger und eindrucksvoller als von der Hauptstraße aus.
Anschließend folgt die Route der Soča nach Süden. Die Straße in Richtung Kanal ob Soči ist breiter und flüssiger als die vorangegangenen Bergabschnitte, bleibt aber landschaftlich interessant. Fluss, Straße und Wocheiner Bahn verlaufen auch hier über weite Strecken unmittelbar nebeneinander.

Kanal ob Soči – der wichtigste Zwischenstopp
Kanal ob Soči ist für mich der ideale Platz für die zentrale Pause dieser Runde. Der historische Ortskern liegt oberhalb des Flusses, die markante Steinbrücke verbindet die beiden Seiten des Ortes. Rund um den Hauptplatz finden sich enge Gassen, alte Häuser, die Kirche Mariä Himmelfahrt und der Neptunbrunnen aus dem Jahr 1815.
Motorrad oder Auto lassen sich im Zentrum abstellen. Von dort sind es nur wenige Schritte zur Brücke und hinunter ans Wasser. Besonders vom Soča-Ufer aus zeigt sich, wie eindrucksvoll der Ort über dem Fluss gebaut wurde.
Mein kulinarischer Tipp: Kavarna Aura
Die Kavarna in slaščičarna Aura am Trg svobode 11 liegt direkt im Zentrum und passt perfekt als unkomplizierter Tourenstopp. Angeboten werden Kaffee, Getränke, Eis und Mehlspeisen.
Für einen Cappuccino, eine Cola Zero und zwei Kugeln Eis zahlte ich insgesamt 8,50 Euro. Dazu kam eine ausgesprochen freundliche Bedienung. Es ist keine aufwendig inszenierte Gastronomie, sondern genau jene angenehme, preislich vernünftige Einkehr, die man auf einer langen Tour gerne wieder in Erinnerung behält.

Hinauf auf den Kanalski Kolovrat
Nach Kanal ob Soči verlässt die Route das Flusstal und führt hinauf auf den Kanalski Kolovrat. Damit beginnt der einsamste Teil der Runde. Die Straßen werden schmaler, die Ortschaften kleiner und die Ausblicke weiter.
In dieser Landschaft geht es nicht um perfekten Asphalt. Nach Regen können Erde, Laub und feiner Splitt in den Kurven liegen. Auch landwirtschaftlicher Verkehr ist jederzeit möglich. Gerade deshalb verlangt der Abschnitt eine saubere Linie, vorausschauendes Fahren und genügend Reserven.
Bei klarer Sicht reicht der Blick über das Soča-Tal, die umliegenden Berge und die friulanische Ebene bis in Richtung Adria. Der Übergang vom alpinen Slowenien zum bereits mediterran beeinflussten Grenzraum vollzieht sich hier innerhalb weniger Kilometer.
Ein kultureller Geheimtipp entlang dieses Gebietes ist die Lukčeva hiša in Kambreško. Das alte Haus bewahrt eine historische Feuerstelle, Dokumente, Alltagsgegenstände und Fundstücke aus dem Ersten Weltkrieg. Ein Besuch muss allerdings vorher mit dem Tourismusbüro in Kanal abgestimmt werden.

Kolovrat – über den Gräben der Isonzo-Front
Der Kolovrat ist landschaftlich einer der schönsten und historisch einer der bedrückendsten Punkte der Tour. Vor dem Ersten Weltkrieg verlief über den Bergrücken die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Während der Isonzo-Schlachten wurde der Kamm zu einer strategisch bedeutenden Stellung.
Im heutigen Freilichtmuseum sind Kommandostellen, Kavernen, Maschinengewehrpositionen sowie ein mehrstufiges Netz aus Schützen- und Verbindungsgräben erhalten beziehungsweise restauriert. Die Stellungen ziehen sich unmittelbar über den Bergrücken. Auf der einen Seite öffnet sich der Blick ins Soča-Tal, auf der anderen in die friaulische Ebene.
Für einen ersten Eindruck sollte man etwa 20 bis 30 Minuten einplanen. Wer die gesamte Anlage begehen und ihre Geschichte verstehen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit.
Die Kombination aus großer landschaftlicher Schönheit und sichtbaren Spuren des Krieges macht den Kolovrat zu einem Ort, an dem man nicht einfach nur vorbeifahren sollte.
Vom Kolovrat nach Azzida
Nach der Passhöhe führt die Route auf italienischer Seite zunächst in Richtung Cividale. Cividale selbst wird jedoch nicht angefahren. Über kleine Dörfer und die bewaldeten Hänge der Natisone-Täler geht es hinunter nach Azzida.
Dieser Abschnitt zählt zu den wenig bekannten fahrerischen Höhepunkten der Runde. Die Straße ist schmal, kurvenreich und über weite Strecken kaum befahren. Ihr Verlauf erinnert an eine lange, alte Rallye-Sonderprüfung: kurze Geraden, enge Kurven, unübersichtliche Kuppen und immer wieder abrupte Wechsel im Rhythmus.
Der Asphalt ist nicht durchgehend gleichmäßig. In den schattigen Waldpassagen muss man auch bei trockenem Wetter mit feuchten Stellen, Laub oder kleinen Steinen rechnen. In den Ortschaften liegen Hauseingänge und Einfahrten häufig direkt an der Straße, entsprechend zurückhaltend sollte dort gefahren werden.
Als zusätzliche kulinarische Möglichkeit bietet sich die Hosteria Kolovrat in Clabuzzaro bei Drenchia an. Serviert werden typische Gerichte der Natisone-Täler und friaulische Küche. Da das Lokal üblicherweise nur von Freitag bis Sonntag geöffnet ist, sollte man die Zeiten vorher kontrollieren.

Azzida – Savogna – Livek
In Azzida dreht die Route wieder nach Norden. Über Savogna beginnt der nächste lange Anstieg, zunächst durch das Tal des Alberone und danach über kleine Bergdörfer an den Hängen des Matajur.
Die Region ist seit Jahrhunderten ein Übergangsraum zwischen romanischer, friaulischer und slowenischer Kultur. Viele Orte tragen italienische und slowenische Namen, die Grenzen sind im Alltag weniger eindeutig, als es eine Straßenkarte vermuten lässt.
Die Straße nach Livek gehört zu den eigentlichen Geheimtipps dieser Tour. Es gibt keine spektakulär ausgebaute Passhöhe und keine touristische Inszenierung. Stattdessen führt eine schmale, kurvenreiche Verbindung durch dichte Wälder und kleine Siedlungen zurück nach Slowenien.
Der Abschnitt verlangt Konzentration, belohnt aber mit Ruhe, wenig Verkehr und immer wieder weiten Ausblicken über die Natisone-Täler. Auf slowenischer Seite öffnet sich schließlich die Landschaft in Richtung Kobarid und Soča-Tal.
Wer hier eine kulinarische Pause einlegen möchte, sollte in Azzida oder im Raum Savogna nach einer kleinen Osteria oder einem Agriturismo suchen. Typisch für die Region sind Frico mit Kartoffeln, Polenta, hausgemachte Gnocchi sowie Strucchi oder Gubana als süßer Abschluss. Da mit Bovec, Trenta und Vršič noch ein langer Abschnitt folgt, ist eine kleine Pause sinnvoller als ein umfangreiches Mittagessen.

Livek – Kobarid – Bovec
Von Livek führt die Straße hinunter nach Idrsko und weiter nach Kobarid. Nach den engen Bergstraßen rund um Kolovrat, Azzida und Savogna wird die Route vorübergehend breiter und flüssiger.
Kobarid ist eng mit der zwölften Isonzo-Schlacht verbunden, die im deutschen Sprachraum meist als Schlacht von Karfreit und in Italien als Caporetto bekannt ist. Das Museum von Kobarid dokumentiert die Ereignisse und ihre Folgen ausführlich.
Für diese Tagestour bietet sich eher ein kurzer Stopp an der Napoleonbrücke über die Soča an. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Kozjak-Wasserfall besuchen, muss dafür allerdings einen zusätzlichen Fußweg einplanen.
Über Srpenica und Žaga geht es anschließend nach Bovec. Die Berge rücken näher zusammen, die Soča wird wilder und die Landschaft zunehmend hochalpin.
Eine regionale Spezialität rund um Bovec sind Čompe an skuta – Kartoffeln mit würzigem Topfen beziehungsweise Schafskäse. Für eine schnelle Einkehr wird die Bovška kuhn’ca – Bovec Kitch’n im offiziellen Gastronomieverzeichnis des Soča-Tals geführt.
Durch das Trenta-Tal zum Vršič
Hinter Bovec folgt die Route der jungen Soča über das Dorf Soča nach Trenta. Das Tal wird enger, die Berge höher und der Fluss immer ursprünglicher. Dieser Abschnitt ist landschaftlich einer der stärksten der gesamten Tour.
Geheimtipp: Große Soča-Tröge
Die Velika korita Soče, die großen Soča-Tröge, liegen beinahe direkt an der Strecke. Der Fluss hat sich hier tief in den hellen Kalkstein eingeschnitten. Schon ein kurzer Halt an einer der Brücken vermittelt einen guten Eindruck von der Kraft und Klarheit des Wassers.
Danach führt die Straße weiter durch das Trenta-Tal zum Beginn der Vršič-Südrampe. Die ersten Kilometer verlaufen noch zwischen Wald und Fluss, ehe die Straße steiler wird und in insgesamt 26 Kehren zur Passhöhe hinaufführt.
Vršič – das alpine Finale
Der Vršič liegt auf 1.611 Metern und bildet den logischen Schlusspunkt der Runde. Insgesamt besitzt die Passstraße 50 Kehren: 26 auf der Seite des Trenta-Tals und 24 auf der Nordrampe nach Kranjska Gora. Einige Kurven der Nordseite sind noch mit Kopfsteinpflaster ausgelegt.
Die Südauffahrt ist schmaler und ursprünglicher, die Nordseite stärker ausgebaut und durch ihre gepflasterten Kehren unverwechselbar. Bei Nässe verlangt das Kopfsteinpflaster insbesondere mit dem Motorrad eine entsprechend vorsichtige Linie.
Für eine letzte Pause bietet sich die Erjavčeva koča knapp unterhalb der Passhöhe an. Die Berghütte liegt auf rund 1.525 Metern und serviert Kaffee, Suppen, Strudel und einfache slowenische Gerichte.
Auf der Abfahrt Richtung Kranjska Gora liegt außerdem die Russische Kapelle. Sie wurde zum Gedenken an russische Kriegsgefangene errichtet, die während des Ersten Weltkriegs beim Bau der Passstraße ums Leben kamen. Der kurze Halt bildet einen stillen historischen Schlusspunkt, bevor die Route über Kranjska Gora zurück nach Kärnten führt.

Meine empfohlenen Stopps
Wer die gesamte Runde an einem Tag fahren möchte, sollte die Zahl der Unterbrechungen begrenzen. Meine Auswahl wäre:
- Jamnik für Aussicht und Fotos
- Kanal ob Soči für Cappuccino und Eis in der Kavarna Aura
- Kolovrat für das Freilichtmuseum und den Blick über die ehemalige Front
- Große Soča-Tröge für einen kurzen Halt am Wasser
- Vršič oder Erjavčeva koča als Abschluss
Mit diesen Stopps bleibt genügend Zeit zum Erleben, ohne dass der Rhythmus der Tour verloren geht.
Was man fahrerisch beachten sollte
Die Runde ist nicht extrem, verlangt aber über viele Stunden Konzentration. Besonders zwischen Kropa und Dražgoše, rund um Spodnja Sorica, auf dem Kanalski Kolovrat sowie zwischen Azzida, Savogna und Livek sind die Straßen schmal und teilweise unübersichtlich.
Nach Regen können Erde, Laub und Splitt auf der Fahrbahn liegen. Auf den einsamen Bergstraßen muss außerdem mit Wild, landwirtschaftlichen Fahrzeugen und entgegenkommenden Autos gerechnet werden, die einen großen Teil der Fahrbahnbreite benötigen.
Tankmöglichkeiten gibt es in den größeren Orten rund um Železniki, Tolmin, Kanal ob Soči, Kobarid und Bovec. Auf dem Kolovrat und der Verbindung über Savogna nach Livek sollte man weder mit Tankstellen noch mit lückenlosem Mobilfunkempfang rechnen.
Der Vršič ist wetterabhängig und kann außerhalb der Sommermonate kurzfristig gesperrt werden. Temperatur und Sicht können sich auf der Passhöhe rasch verändern. Vor der Abfahrt sollten deshalb Wetter, Passöffnung und mögliche Baustellen kontrolliert werden.

Fazit
Diese Runde enthält nahezu alles, was für mich eine außergewöhnliche Tour durch den Alpe-Adria-Raum ausmacht: anspruchsvolle Straßen, wenig Verkehr, drei Länder, regionale Küche und eine Geschichte, die weit über das reine Fahren hinausgeht.
Man fährt durch alte Schmiedeorte, folgt einer historischen Bahnlinie, erreicht das smaragdgrüne Wasser der Soča, überquert die ehemaligen Stellungen der Isonzo-Front und wechselt auf kleinen Straßen zweimal beinahe unbemerkt zwischen Slowenien und Italien. Danach führt die Route entlang der jungen Soča bis auf 1.611 Meter Höhe.
Dazwischen liegen 332 Kilometer, auf denen man gerade so schnell fahren sollte, dass keine Zeit für andere Gedanken bleibt – ohne sich selbst unter Druck zu setzen.
Für mich ist das inspiriertes Fahren. Und genau deshalb gehört diese Runde zu meinen absoluten Lieblingstouren.





















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