MOTORWELT

Der neue Skoda Kushaq: In Indien produziert und entwickelt

Der neue Skoda Kushaq ist das erste Serienfahrzeug im Rahmen des Projekts India 2.0. Unter der federführenden Verantwortung von Skoda Auto investiert der Volkswagen Konzern in seine Modelloffensive auf dem indischen Subkontinent eine Milliarde Euro.

Der Skoda Kushaq basiert auf der von Skoda speziell für den indischen Markt angepassten MQB-A0-IN-Version des Modularen Querbaukastens und verbindet traditionelle Skoda-Tugenden mit den Anforderungen indischer Kunden. Mit verschiedenen leistungsstarken und effizienten TSI-Motoren, markantem Design, modernen Infotainmentsystemen sowie hohem Komfort und umfangreicher Sicherheitsausstattung ist er bestens gerüstet für einen erfolgreichen Auftakt der Modelloffensive.

Bestellungen werden ab Juni entgegengenommen; die Auslieferung der ersten Kushaq erfolgt im Juli. Insgesamt entstehen im Rahmen von India 2.0 vier neue Fahrzeuge von Skoda und Volkswagen. Um dabei in Indien eine möglichst hohe Tiefenlokalisierung zu erreichen, hat Skoda in seinem Werk in Pune eine neue MQB-Produktionslinie eingerichtet. Die Entwicklung erfolgt größtenteils im neuen Technologiezentrum in Pune, das der tschechische Automobilhersteller dort im Januar 2019 eröffnet hat.

„Heute ist ein ganz besonderer Tag für ŠKODA und Volkswagen. Mit der Weltpremiere des ŠKODA KUSHAQ starten wir unsere Modelloffensive auf dem indischen Markt. Wir erfüllen damit den Auftrag, den uns der Volkswagen Konzern vor gut zweieinhalb Jahren mit der Verantwortungsübernahme für den indischen Markt erteilt hat. Ich bedanke mich bei Gurpratap Boparai und seiner Mannschaft für das bisher Erreichte. Jetzt setzen wir den Fokus auf eine reibungslose Markteinführung und den erfolgreichen Start unseres neuen Modells und stellen gleichzeitig die Weichen für die nächsten Schritte auf dem indischen Subkontinent. Ich bin vom großen Wachstumspotenzial des Landes überzeugt. Wir werden es für ŠKODA und Volkswagen ausschöpfen.“

Thomas Schäfer, Vorstandsvorsitzender von Skoda Auto

Gurpratap Boparai, Geschäftsführer von Skoda Volkswagen India, erklärt: „Mit der Präsentation des Skoda Kushaq beginnt für Skoda Auto und den Volkswagen Konzern in Indien eine neue Ära. Das jüngste Mitglied der Skoda SUV-Familie überzeugt durch seine Kombination aus emotionalem Design, konkurrenzloser Leistung, überlegener Verarbeitungsqualität, vorbildlichem Preis-Leistungs-Verhältnis, herausragender Sicherheit und zahlreichen Simply-Clever-Lösungen. Mit dem Skoda Kushaq sind wir bestens gerüstet, die steigende Nachfrage nach Mittelklasse-SUV zu bedienen – ein Segment, das in den nächsten Jahren in Indien um ein Vielfaches wachsen wird.“

Skoda Auto treibt das Projekt India 2.0 für den Volkswagen Konzern seit Juni 2018 hauptverantwortlich voran und koordiniert darüber hinaus in Indien die Aktivitäten der Marken Volkswagen, Audi, Porsche und Lamborghini. Die Investitionen in das Projekt India 2.0 betragen insgesamt eine Milliarde Euro, davon fließen 275 Millionen Euro in Forschung und die Entwicklung von neuen SUV und Stufenhecklimousinen. Der Fokus des Vorhabens liegt auf einer umfassenden Modelloffensive von Skoda und Volkswagen, die Fahrzeuge sind dabei speziell auf die Volumensegmente des indischen Marktes ausgerichtet. Den Auftakt machen zwei SUV-Modelle und zwei Stufenhecklimousinen im A0-Segment. Sie basieren auf der MQB-A0-IN-Variante des Modularen Querbaukastens, die bereits für die neuen, strengeren Sicherheits- und Emissionsvorgaben in Indien ausgelegt ist. In einem zweiten Schritt werden die in Indien gefertigten Modelle auch in andere Länder exportiert. Um bei der Entwicklung und Fertigung in Indien eine geplante Tiefenlokalisierung von bis zu 95 Prozent zu erreichen, hat Skoda in seinem Werk in Pune eine neue MQB-Produktionslinie eingerichtet. Der größte Teil der Entwicklung erfolgt im neuen Technologiezentrum in Pune, das im Januar 2019 eröffnet wurde. Dort kann Skoda mit dem technologischen Know-how vieler einheimischer Mitarbeiter und einem feinen Gespür für indische Interessen gezielter, flexibler und deutlich schneller auf sich ändernde Kundenbedürfnisse reagieren. Insgesamt werden im Technologiezentrum in Pune 250 Ingenieure arbeiten, aktuell sind bereits mehr als 200 Fachkräfte eingestellt. Skoda und Volkswagen wollen ihre Präsenz auf dem indischen Markt nachhaltig stärken und streben bis 2025 einen gemeinsamen Marktanteil von fünf Prozent an. 2019 wurden in Indien insgesamt rund drei Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – bei einer Bevölkerungszahl von mehr als 1,3 Milliarden Menschen.

Der Name für das kompakte SUV geht auf die Jahrtausende alte indische Sprache Sanskrit zurück. In der noch heute genutzten „Sprache der Götter“ steht das Wort „Kushak“ für König oder Herrscher, passend zum selbstbewussten und kraftvollen Auftritt des neuen Skoda Kushaq.

Wolfgang Jannach

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