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Volvo trotzte Corona und legte das erfolgreichste Halbjahr der Geschichte hin

Der schwedische Premium-Automobilhersteller Volvo Cars verzeichnete im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres das höchste Absatzvolumen und auch den höchsten Gewinn aller Zeiten für diese sechs Monate. 

Volvo Cars erzielte im zweiten Halbjahr 2020 einen Umsatz von 151 Milliarden Kronen (14,93 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 939,55 Millionen Euro. Der Gewinn stieg von Juli bis Dezember 2020 um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahrzeitraum, während der Umsatz um 4,9 Prozent zulegte. Die Umsatzrendite lag bei 6,3 Prozent.

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Verantwortlich für die beste zweite Jahreshälfte der Unternehmensgeschichte sind insbesondere die elektrifizierten Volvo Recharge Modelle, die beim Antriebskonzept über Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb verfügen. In den letzten sechs Monaten des Jahres verkaufte Volvo insgesamt 391.751 Fahrzeuge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung von 7,4 Prozent. In den meisten Märkten konnte Volvo Cars dabei seinen Marktanteil ausbauen.

Für das Gesamtjahr 2020 bilanzierte Volvo Cars einen Umsatz von 26,01 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 840,65 Millionen Euro.

„Wir haben entschlossen gehandelt, um die Auswirkungen der Pandemie zu begrenzen. Nach einem sicheren Restart unseres Geschäftsbetriebs haben wir uns stark erholt und das beste zweite Halbjahr der Unternehmensgeschichte verzeichnet. Vielversprechend ist die schnell wachsende Nachfrage nach unseren Volvo Recharge Modellen – ein Trend, der sich auch 2021 fortsetzen wird.”

Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo.

Weltweit hat sich der Anteil der Volvo Recharge Modelle gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. In Europa entfielen rund 30 Prozent des Gesamtvolumens auf die an der Steckdose aufladbaren Modelle, wodurch Volvo – gemessen am anteiligen Gesamtabsatz – eine Vorreiterrolle in diesem Segment einnimmt. Auch in den USA ist das Unternehmen die führende Marke bei Plug-in-Hybridfahrzeugen.

In China und den USA, den für Volvo beiden größten Einzelmärkten, meldete das Unternehmen im Vergleich zu 2019 sogar einen steigenden Absatz: Das positiv verlaufene zweite Halbjahr hat die pandemiebedingten Rückgänge der ersten Jahreshälfte mehr als ausgeglichen. In Europa dagegen konnte sich Volvo Cars dem Gesamttrend nicht entziehen und verzeichnete auch in der zweiten Jahreshälfte einen leichten Rückgang.

Volvo XC40 Recharge production in Ghent, Belgium

Eine zunehmend wichtigere Rolle spielten im Jahresverlauf auch die Online-Verkäufe. Für diesen Vertriebskanal wirkte die Corona-Pandemie als Beschleuniger. Im Jahr 2020 konnte Volvo Cars die Zahl der online abgeschlossenen Fahrzeug-Abonnements gegenüber 2019 mehr als verdoppeln. Mithilfe des innovativen Konzepts wurden viele Neukunden gewonnen, was maßgeblich zum Ausbau der Marktanteile beitrug. 2021 wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen.

Für das laufende Jahr 2021 rechnet das Unternehmen mit weiteren Absatz- und Umsatzsteigerungen. Die vielfältige Modellpalette und die wachsende Zahl an Online-Verkäufen wird hieran entscheidenden Anteil haben. Dieses Wachstum wird zusammen mit dem anhaltenden Kostenmanagement zu einer Rentabilität auf Vor-Corona-Niveau führen – vorausgesetzt, dass sich die Marktbedingungen grundsätzlich weiter normalisieren.

Die Investitionen in neue Techniken und Modelle werden sich im laufenden Jahr auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2020 bewegen. Das Unternehmen erwartet außerdem einen starken Cashflow. Parallel dazu werden die CO2-Emissionen pro Fahrzeug weiter sinken – ein wichtiger Schritt, um das angestrebte Ziel zu erreichen, den CO2-Fußabdruck bis 2025 um 40 Prozent zu reduzieren.

Wolfgang Jannach

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