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Die Treibhausgase nahmen 2019 wieder zu: schuld ist der Verkehr

Durch Einmaleffekte sind die Treibhausgase in Österreich 2018 gesunken. Ein Hochofen der VOEST war wegen Renovierung außer Betrieb, der Winter von 2017 auf 18 mild. Doch 2019 sollen nach vorläufigen Berechnungen die Treibhausgase wieder steigen. Und ein gewichtiger Faktor ist der Verkehr.

Gestiegen sind Emissionen 2018 im Bereich Verkehr, sowohl beim Individual- als auch gewerblichen Verkehr und sie sollen 2019 nochmals steigen. Geht die Tendenz weiter, müsste das Transportwesen bis 2030 über 7 Tonnen an Treibhausgasen einsparen. Es wird laut Umweltministerin Leonore Gewessler umfangreiche Anstrengungen bedürfen.

Ein erster Schritt soll die Tempo-140-Geschwindigkeiten in Ober- und Niederösterreich wieder zurück genommen werden. „Das war ein Signal in die falsche Richtung“, so Gewessler. Am 1-2-3-Ticket werde bereits mit Hochdruck gearbeitet.

Gewessler verwies aber auch auf das Gesamt-Klimaschutz-Paket der türkis-grünen Koalition. Das große Ziel ist es dabei, Österreich bis 2040 klimaneutral zu machen. Hier ist eine unmittelbare Nachbesserung und Konkretisierung des Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) vorgesehen, wie auch ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Reduktionspfaden bei den Treibhausgasen bis 2040 und verbindlichen Zwischenzielen bis 2030.

Bis 2030 soll zudem der Strom zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Geplant sind auch ein Österreich-Ticket, der Öffi-Ausbau und ein Klima-Check für alle neuen Gesetze. Eine Ökologisierung des Steuersystems soll von einer Task Force erarbeitet werden.

Wolfgang Jannach

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